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Dienstag, 3. Februar 2009

Grand Theft Auto: Vice City (2002, Rockstar North)


Klar, das erste Wort, das einem zu "Grand Theft Auto" einfällt, ist: Freiheit. Das weis ich, denn so steht es in den Geschichtsbüchern. Und, ja, "GTA 3" hat's erfunden, und erst "San Andreas" hat es perfektioniert. Aber mindestens ebenso wichtig an "GTA" ist: Zeitgeist. Und den erfahrbar zu machen, gelang "Vice City" so präzise wie noch keinem Buch, Film oder Videospiel zuvor. Klar kann man sich "Beverly Hills Cop" oder eine Folge "Knight Rider" ansehen und fühlt sich an die Achtziger zurückerinnert. Bücher und Vinylscheiben aus der Zeit leisten Ähnliches. "Vice City" aber schickt uns direkt in das Jahrzehnt von New Wave und Cocktailkirschen und lässt uns darin so viel Zeit verbringen, wie wir wollen. Man kann die Hawaii-Hemden und anderen Geschmacklosigkeiten der Epoche tragen, im rosa Neonlicht eines Nachtclubs abhängen, lernen, wie sich die 30 berühmtesten amerikanischen Autos der Achtziger fahren, und dabei zwischen Radiostationen hin und her wechseln, die von Synthipop bis HipHop alles im Programm haben, was auf einen anständigen "Best of the 80s"-Sampler gehört. Die Quintessenz dieser Erfahrung: mit einem Ferrari Testosterossa in den Sonnenuntergang cruisen, während "I Just Died In Your Arms Tonight" von der Cutting Crew im Radio läuft.
PS2

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