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Dienstag, 3. Februar 2009

Tetris (1985, Alexej Paschitnow)


"Tetris" kam aus dem Nichts und eroberte die Welt. Kein Videospiel hatte auch nur im Entferntesten eine Ähnlichkeit mit dem, was der russische Programmierer Alexej Paschitnow in seiner Freizeit am Computer in einem staatlichen Forschungslabor geschaffen hatte. Das simple Spielprinzip mit den fallenden Steinen schien jeden, der es ausprobierte, sofort zu fesseln. Nintendo erkannte das früh und sicherte sich die Rechte. Es sollte sich lohnen: "Tetris" allein machte den Gameboy zum Megaerfolg. Heute ist "Tetris" das meistgespielte Game auf diesem Planeten. Jedes Gerät, das man irgendwie mit Nullen und Einsen füttern kann, besitzt garantiert auch seine eigene "Tetris"-Version - selbst einige Taschenrechner und Kühlschränke. Man spielt "Tetris" allein, zu zweit, zu acht, online, als Puzzle oder als Brettspiel, während man auf "Tetris"-Möbeln sitzt. Und sogar Menschen, die noch nie einen Gedanken an Games verschwendet haben, kennen das Spiel. "Tetris" ist Teil unseres Alltags, eine Marke wie Coca-Cola oder Google und aus unserer Kultur so wenig wegzudenken wie Fußball oder Konzerte. Kein Wunder. Im Gegensatz zu anderen berühmten Games besitzt "Tetris" eine unglaubliche Halbwertszeit. Es ist zwar längst nicht mehr so einzigartig wie früher, macht aber immer noch genauso viel Spaß und wird auch noch in 100 Jahren die Menschen begeistern, denn "Tetris" besitzt in seiner Schlichtheit eine zeitlose Eleganz wie ein weißes Hemd. Während man die Optik anderer Games schon nach fünf Jahren Alterungsprozess belächelt, sieht Paschitnows Erfindung in all ihrer Abstraktion immer noch wunderschön aus. Zudem hat das Spiel nicht eine einzige Macke im Gameplay, keine Ladezeiten und bietet deshalb dem Spieler das unvergleichliche Potenzial, sich vollkommen im Regen der fallenden Blöcke zu verlieren. Was soll man sagen: "Tetris" ist einfach unangreifbar. "Tetris" ist perfekt!


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